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Bienenkrankheiten

25. August 2015. | Discussion

Bienen Krankheiten

Auch Bienen können leider von Krankheiten befallen werden, wodurch zudem die Bienenbrut und Waben geschädigt werden können. Wenn der Imker die Krankheiten nicht behandelt, können die Bienen sterben. Nachfolgend wird alles Wissenswerte erläutert.

Die wichtigsten Bienenkrankheiten

Die häufigste Bienenerkrankung ist die Varroa bzw. Varroose, die weit verbreitet und gefürchtet ist. Die aus Indien stammende Varroamilbe ist ein Parasit, der die erwachsenen Bienen und ebenso die Bienenbrut schädigt. Aufgrund des weltweiten Bienenhandels gelangte sie auch nach Europa. Die Varroose verursacht regelmäßig große Verluste. Ihre Bekämpfung ist in der Bienenzucht eine der größten Herausforderungen. Einem gesunden Bienenvolk gelingt es, eine bestimmte Anzahl an Milben ohne das Auftreten dieser Erkrankung zu tolerieren. Der Befall mit der Milbe führt bei den Bienen zu Verkrüppelungen und einer Unfruchtbarkeit. Werden die Völker vom Imker nicht gegen die Milbe behandelt und die Anzahl der erkrankten Bienen steigt, kann allerdings das gesamte Volk sterben. Das Bienenseuchengesetz schreibt bei einem Auftreten der Krankheit eine Meldung beim Amtstierarzt vor.

Europäische und amerikanische Faulbrut

Die Faulbrut beschreibt eine Brutkrankheit der Bienen, die durch Bakterien ausgelöst wird. Entsprechend des Erregers wird zwischen der bösartigen, amerikanischen und der gutartigen, europäischen Faulbrut unterschieden. Bei beiden Erkrankungen gilt, dass eine Verbreitung der Erreger durch Material, das mit Faulbrutsporen belastet ist, erfolgen kann, beispielsweise Waben, Beuten(-teile), Imkermaterial, doch insbesondere auch Honig. Bei einem geringsten Verdacht auf die Erkrankung sollte der Austausch von Waben zwischen Völkern nicht erfolgen. Ebenso sollte kein fremder und vor allem importierter Honig verfüttert werden. Die amerikanische Faulbrut gehört zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen. Befallene Völker müssen je nach Schwere entweder getötet werden oder es wird versucht, die Krankheit durch die Bildung von Kunstschwärmen (ohne Brut) zu bewältigen. Material, das mit Sporen belastet ist, muss auf jeden Fall entsorgt oder desinfiziert werden.

Nosema

Bei der Nosema handelt es sich um eine Erkrankung der Honigbienen, die durch einzellige Pilzparasiten verursacht wird. Diese gehören zur Gruppe der Kleinsporentierchen. Bei erwachsenen Bienen ist sie die häufigste Tierseuche, die zudem hochansteckend ist. Die Sporen werden über das Futter, an Tränken und beim Reinigen der Waben und anderer Beutenteile aufgenommen. Wenige Sporen können bereits zur Infektion führen. Nach der Aufnahme gelangen die Sporen in den Mitteldarm der Bienen, wo sie eine große Zerstörung am Darmepithel anrichten. Dadurch wird die Stoffwechselleistung der Biene erheblich reduziert. Ein Merkmal der Infektion sind gelbe oder braune Kotflecken im Bienenstock sowie auf den Waben. Der Ausbruch der Nosema ist durch ungünstige Faktoren möglich, beispielsweise eine schlechte Witterung oder Pollenversorgung, ein ungeeigneter Bienenstandort etc.

Bienen Krankheiten vorbeugen

In erster Linie tragen die Haltung und die Umwelteinflüsse erheblich zur Gesundheit der Bienen bei. Eine gewisse Naivität oder Unwissenheit hat dazu geführt, dass sich viele Bienenkrankheiten aufgrund der Im- und Exporte weltweit verbreitet haben. Daher sind beim Kaufen von lebendem Bienenmaterial höchste Aufmerksamkeit und Vorsicht gefragt. Die lokalen Veterinäre informieren über Sperrbezirke, in welchen bereits Krankheiten ausgebreitet sind. Diese besonders gefährdeten Gebiete sollten gemieden werden. Kommt es dennoch zum Ausbruch einer Bienenkrankheit, ist je nach Schwere eine Handlung des Imkers notwendig, um die nicht betroffenen Bienenvölker zu schützen und eine Verbreitung zu vermeiden. Häufig ist auch eine Vernichtung des Bienenmaterials erforderlich.